Kämpfen für die Demokratie: Wie war es früher, was bedeutet es heute?

Illustration - Eine junge Frau mit Kopftuch und ein junger Mann stehen Hand in Hand und heben jeweils einen Arm.

Mit zwei Theaterstücken im Gepäck reiste das mobile Theater „theaterspiel“ aus der Stadt Witten 2017 zu den Schüler:innen der Alfred-Nobel-Schule in Geesthacht.

Das Stück ‚ÜBERdasLEBEN’ für die Klassenstufen 8-10 handelt vom Grauen der NS-Zeit, Widerstand im Alltag und dem Kampf um ein gerechtes Leben. Es erzählt die Geschichte von Anni, die 1933 neun Jahre alt ist. Anni schließt sich einer Gruppe von Jugendlichen an, die auf den Drill der Hitlerjugend keine Lust hat. Erst wehrt die Gruppe sich nur gegen die Gleichmacherei, geht dann aber mehr und mehr in den aktiven Widerstand. Als Anni gefangen genommen wird, wird es ein Kampf um ihr Überleben. Das Stück ist auf Grundlage von Zeitzeug:innen-Berichten entstanden. Es macht deutlich, dass es notwendig ist, jeden Tag für Demokratie und Menschenrechte einzutreten – damals wie auch heute.

Im Stück „Alle satt?!“ für die Klassenstufen 5-7 wird nachgefragt, was ‚Wohlstand’ in unserer westlichen Welt bedeutet. Brauche ich für ein glückliches Leben tatsächlich all die Dinge, mit denen ich mich umgebe? Kann ich etwas dafür, dass es Menschen in anderen Ländern schlechter geht als mir? Und was kann ich dagegen tun? Diese schwierigen Fragen werden ohne erhobenen Zeigefinger behandelt. Es wird ein Bewusstsein für den eigenen Einfluss und die eigene Rolle in dieser Welt entwickelt.

Beide Theaterstücke wurden im Kleinen Schillertheater Geesthacht aufgeführt. In jeder Vorstellung saßen ca. 300 Schüler:innen. Im Anschluss fanden intensive Gespräche über die Stücke statt, angeleitet von den Schauspieler:innen.

Stadtjugendring Geesthacht e.V. in Kooperation mit der
Stadtjugendpflege Geesthacht Link
Förderjahr: 2017